Eine (Klein-)Markthalle für Wiesbaden!
Wir stellten uns vor: Am südlichen Rand des Dern’schen Geländes, zur Friedrichstraße hin, steht eine heiter-luftige Markthalle, darin an sechs Tagen in der Woche ein reichhaltiges regionales Angebot an Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Wein. Außerdem Bistros und Cafés, in denen man sich gerne niederlässt. Durch die großen Fenster fällt der Blick über den Platz auf das Rathaus und die Marktkirche, mittwochs und samstags vervollständigt durch den Trubel des Wochenmarkts. Und im Sommer sitzt man nach dem Einkauf draußen unter den Markthallen - Arkaden und genießt den wunderbaren Blick.
Ein Traum, oder?
Damit der Traum real werden könnte, machten wir 2021 der Landeshauptstadt einen entsprechenden Entwurf zum Geschenk. Viele Gespräche mit den kommunalen Vertretern, Präsentationen und Überarbeitungen folgten.
Doch jetzt, im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März, ist es endlich so weit: Der Traum kann Wirklichkeit werden! Nicht nur die Wiesbadener SPD hat sich klar positioniert und das Projekt in ihr Kommunalwahlprogramm aufgenommen, auch die CDU und Bündnis 90/Die Grünen befürworten es. Wir sind gespannt, wie´s weitergeht.
Die 90 Meter lange und 27 Meter breite Markthalle entsteht am südlichen Rand des Dern’schen Geländes, entlang der Friedrichstraße, sie ist an drei Seiten von einer Arkadenfassade umgeben. Das Dern’sche Gelände selbst bleibt natürlich unbebaut, auch alle vorhandenen Bäume bleiben stehen. Die eigentliche Halle hat parallel zu den steinernen Arkaden eine Glasfassade. Sie gibt den Blick frei auf das Rathaus, die Marktkirche und das bunte Treiben des Wochenmarkts. Die lange Arkaden-Fassade erhält eine leichte Faltung, so dass sie im Licht- und Schattenspiel abwechslungsreich und interessant wirkt.
Die circa zehn Meter hohe Halle erhält zur Friedrichstraße einen dreigeschossigen „Rücken“ mit untergeordneten Räumen für die Aufgänge aus der Tiefgarage sowie Müll-, Lager- und Kühlräume für die Betreiber des Wochenmarkts und der Markthalle. Zusätzlich sind hier öffentliche Toilettenuntergebracht. Die Ver- und Entsorgung der Halle erfolgt zwischen der Bushaltestelle und der Halle auf einem Park- und Rangierstreifen. Von der Bushaltestelle führt ein Durchgang zum Dern’schen Gelände. An den Seiten des Durchgangs sind eine Bäckerei mit Café und ein zweigeschossiges Bistrountergebracht.
Die Halle wird von einem gefalteten Photovoltaik-Dachüberdeckt, das Energie erzeugt. Die Planung des ganzheitlichen Klimakonzepts stammt von dem renommierten, weltweit tätigen Ingenieurbüro Transsolar. Es sieht vor, dass die Markthalle mindestens ein Null-Energie-Gebäude wird, eventuell könnte es sogar zusätzliche Energie erzeugen. Dadurch entsteht ein komfortables und resilientes Gebäude im Herzen von Wiesbaden. Tradition, Lebensfreude und Hightech bilden eine Symbiose.
In Anbetracht der engen finanziellen Lage ist daran gedacht, einen Investor zu finden, der das Gebäude auf Erbpachtbasis errichten könnte und es dann, ähnlich der Tiefgarage unter dem Dern’schen Gelände, nach 30 Jahren wieder an die Stadt Wiesbaden zurückfällt.

Die Markthalle auf dem Dern’schen Gelände dient als Erweiterung des Wochenmarkts, der mit zahlreichen Ständen mittwochs und samstags zum Einkauf frischer Lebensmittel aus der Region einlädt. Die (Klein-)Markthalle erweitert das Angebot auf sechs Tage in der Woche, Synergien entstehen: ein gelungenes Konzept zwischen traditioneller Marktatmosphäre und modernem Schmelztiegel internationaler Spezialitäten.
Nicht nur die Bürger Wiesbadens lädt der neue Ort auf eine‚ Schnuppertour‘ ein. In den Bistros, am Weinstand und an den unterschiedlichen Essensständen entsteht ein Begegnungsort für die einheimischen und internationalen Besucher. Auch unter den Arkaden vor der (Klein-)Markthalle werden Feinschmecker ausdrücklich zum Probieren, Genießen und Verweilen eingeladen.











